Frankfurt am Main, 19.06.2017, von S. Berger/M. Zier (OV Frankfurt)

Autobombe: Unterführer-Ausbildung des GfB Frankfurt

Realistische Darstellung von Katastrophen und Schadenslagen ist ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung des Technischen Hilfswerks (THW). VErgangenen Montag fand daher eine Unterführer-Einsatzübung statt.

Bilder: S. Berger

Bereits am vergangenen Montagabend war für die Führungskräfte des Geschäftsführerbereichs Frankfurt des THW eine Bereichsausbildung angesetzt. Für die Helferinnen und Helfer aus elf Ortsverbänden hatten sich die hauptamtlichen Kräfte um Sebastian Thrun (Sachbearbeiter Einsatz) und Peter Kappes (Sachbearbeiter Ausbildung) ein nicht alltägliches Szenario ausgedacht.

Begonnen wurde die Abendveranstaltung mit einem theoretischen Teil, der von der ehrenamtlichen Leiterin des Einsatznachsorge-Teams (ENT) Frau Monika Duderstadt abgehalten wurde. Frau Duderstadt schulte die Einsatzkräfte im Erkennen von Einsatzbelastungen und wie man damit umgeht. Sie war auch im weiteren Verlauf des Abends eine wichtige Person, denn Sie beobachtete die Einsatzkräfte im praktischen Teil, um Hinweise zu geben und gegebenenfalls eingreifen zu können, falls es zu „hart“ werden sollte.

Nachdem die THWler Ihre Schutzausstattung angelegt hatten und einsatzbereit an der Geschäftsstelle standen, wurden sie von Thrun in das bevorstehende Szenario eingewiesen. Peter Kappes hatte unterdessen das Trümmerfeld auf dem Hof vor der Kraftfahrzeughalle des Ortsverbandes hergerichtet. Angenommen wurde eine Detonation durch eine Autobombe. Es gab viele Verletzte zu beklagen, die durch das Team der SD Notfallausbildung sehr realistisch geschminkt wurden. Den Verletztendarsteller wurden Verbrennungen höheren Grades, Verlust von Gliedmaßen und andere passende Verletzungen, die bei solchen Schadenslagen vorkommen können, geschminkt.

Die Einsatzkräfte des THW wurden durch einen lauten Knall und viel Rauch zum Eingreifen aufgefordert. Michael Zier, Zugführer des Ortsverband Offenbach, übernahm die Führung der vorab eingeteilten Gruppen, um den Einsatzverlauf zu steuern. Die Gruppenführer mussten von jetzt auf gleich die Lage erkennen und sofort handeln. Verletztenbergung, Erste Hilfe und Feuerlöschen sind nur ein paar Einsatzstichworte, die auf die Einsatzkräfte zukamen. Die Gruppenführer aus den Ortsverbänden Frankfurt, Hofheim, Offenbach und Wiesbaden mussten Ihre Helferinnen und Helfer steuern und ständig dem Zugführer Zier melden. Thrun von der THW Geschäftsstelle spielte im Verlauf des gespielten Einsatzes den Gegenspieler von Zier, der ihm fortwährend neue Lagemeldungen geben musste.

Die geborgenen Verletzten wurden von den THW-Kräften erstversorgt und auch wie gelernt physisch betreut, bevor sie an die zwischenzeitlich eingetroffenen Sanitäter, die mit drei Krankentransportwagen (KTW) im Hof angekommen waren, übergeben werden konnten. Für einige Kräfte stellte sich die Betreuung der verwirrten und unter Schock stehenden Verletzten, die aus Fahrzeugen und Gebäuden gerettet werden mussten, als neue Herausforderung dar.

Nach über zwei Stunden kam dann die Durchsage, dass das Übungsende erreicht war. Sebastian Thrun, Peter Kappes und Monika Duderstadt machten nach einem kleinen Abendessen im Ausbildungsraum der Geschäftsstelle eine erste Feedbackrunde. Thrun bedankte sich noch bei den Einsatzkräften von DRK, THW, dem Team der SD Notfallausbildung und dem Unterstützungsteam von Geschäftsstelle und Ortsverband Frankfurt, bevor diese ihre wohlverdiente Heimfahrt antreten konnten.


  • Bilder: S. Berger

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