08.08.2020, von L. Röh

Explosion in Beirut: Das THW im Auslandseinsatz

Nach schwerwiegenden Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut am 4. August 2020 hat das Technische Hilfswerk (THW) 50 Einsatzkräfte entsendet. Im Auftrag der Bundesregierung brachen das Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) auf. Seit dem 6. August 2020 sind sie nun im Hafengebiet von Beirut auf der Suche nach Vermissten und Verschütteten.

Quelle: www.THW.de

Das Hafengebiet von Beirut ist besonders stark von der Explosion betroffen. Gebäude, Straßen und alles andere ist nahezu vollständig zerstört.

Systematisch suchen die Helferinnen und Helfer aus verschiedenen Ortsverbänden deutschlandweit das Gebiet ab und versuchen Vermisste zu orten und Verschüttete zu bergen. Sowohl die biologische, als auch die technische Ortung spielen eine große Rolle. Die biologische Ortung besteht aus Hunden und Hundeführer*innen. Die Hunde suchen das Gebiet ab und schlagen an, sobald sie Witterungen aufnehmen.

 „Mit ihren feinen Nasen können unsere vierbeinigen Helfer selbst unter Trümmern Menschen ausmachen. Sie sind für diese Art von Sucheinsätzen sehr wichtig für uns“, sagte der Team Leader der SEEBA

Anschließend kommt das technische Gerät zum Einsatz. Mithilfe des akustischen Ortungsgerätes können kleinste Geräusche in den Trümmern wahrgenommen und geortet werden. Entsprechend kann entschieden werden, ob es sich bei dem Geräusch um ein Lebenszeichen oder um "Falschen Alarm" handelt. Sobald ein Sektor abgesucht und abgearbeitet ist, wechselt das Team zu einer neuen Einsatzstelle.

In enger Zusammenarbeit mit anderen internationalen Hilfsorganisationen vor Ort können die verschütteten Menschen schnell und effektiv in den Trümmern geortet und anschließend gerettet werden.


  • Quelle: www.THW.de

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