Unterwassertest der SearchCam 3000

Die SearchCam 3000 ist integraler Bestandteil unserer Fachgruppe Ortung. In Schadenslagen ermöglicht sie uns, in Trümmer zu sehen und mit verschütteten Personen Kontakt aufzunehmen.

Das 3000er-Modell hat aber gegenüber seinem Vorgänger einen entscheidenden Vorteil: Sie ist auch unter Wasser einsetzbar. Der Kamerakopf ist von der Teleskopstange abnehmbar und kann mit einer Leine bis zu 20 Meter tief abgelassen werden. Eine spezielle Manschette verhindert dabei den Wassereintritt in das Mikrofon.

Damit wird das Einsatzspektrum der SearchCam spürbar erweitert: Mit ihr können wir in Schächte, Brunnen, Seen oder Flüsse sehen. Wir haben unsere SearchCam einem ersten Unterwasser-Test unterzogen. An der getesteten Stelle war der Rhein zwar nur wenige Meter tief, für ein paar erste Erfahrungen reichte es aber dennoch. Die Bilderserie findet ihr rechts, unten sowohl das Video als auch eine Zusammenfassung unserer lessons learned.

  • Es empfiehlt sich, wahlweise an der Leine oder an dem 20m-Signalkabel Meter-Markierungen anzubringen. Somit lässt sich im Einsatzfalle schnell aussagen, wie tief ein Gewässer oder Brunnen tatsächlich ist oder wie tief man die SearchCam herabgelassen hat.
  • Die Manschette für den Unterwassereinsatz des das Mikrofon muss richtig geschlossen werden. Die letzten Millimeter erfordern möglicherweise etwas Kraft, aber sonst ist sie womöglich nicht wasserdicht. Vor Einsatz sollten die Dichtungen innerhalb der Manschette geprüft werden (Vorhandensein, nicht spröde, ...)
  • Durch die Strömung wird die Kamera am Seil nicht senkrecht heruntergelassen - mit zwei Nachteilen: Zum Ersten verfälscht das die Messung der Gewässertiefe. Zweitens weiß der Bediener dadurch nie genau, wo sich der Kamerakopf genau befindet - ein erneutes Aufsuchen eines bestimmten Punktes unter Wasser wird damit erschwert. Gerade in strömenden Gewässern ist deshalb eine Führungsstange für den Kamerakopf sinnvoll (analog beispielsweise der Führungsstange für die Mikrofonsonde des WASAG-Chemie-akustischen Ortungsgerätes). Leider gehört eine solche Stange weder zur Standardausrüstung der SearchCam, noch ist eine Befestigung am Kamerakopf vorgesehen. Aber Improvisation ist schließlich eine Kernkompetenz des THW.


Sie haben auch Erfahrungen im Unterwassereinsatz der SearchCam? Immer her damit!

Video vom Unterwassertest